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IT-Ausbildungsberufe

Fit für Digitalisierung und Industrie 4.0: Neuordnung der IT-Berufe final abgeschlossen.

Foto: Michael Schwarzenberger auf Pixabay

Seit eineinhalb Jahren sind die erneuerten Ausbildungsordnungen der Elektroberufe in Anwendung. Nun ist auch die Neuordnung der IT-Berufe final abgeschlossen. Ab dem 1. August 2020 können diese neuen Berufe mit ihren modernisierten Inhalten ausgebildet werden. Im Rahmen der Neuordnung wurden die Einsatzgebiete überprüft und angepasst sowie die Kern- und Fachqualifikationen neu justiert. Untersucht wurde im Zuge der Neuordnung die Machbarkeit einer gestreckten Abschlussprüfung, die letztlich auch realisiert wurde. Weiterhin Bestandteil der Abschlussprüfung ist das Projekt in deren zweiten Teil. In Zusammenarbeit mit Gesamtmetall, VDMA und IG Metall sowie dem Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung sind die Eckpunkte abgestimmt worden.

Insgesamt ist der neue Rahmen der IT-Berufe nun wie folgt gesteckt worden: 

Neben den drei Monoberufen  

  • IT-Systemelektroniker/-in, 
  • Kaufmann/-frau für IT-System-Management 
  • Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement 

kann in Zukunft auch  

  • der/die Fachinformatiker/-in mit nun vier Fachrichtungen 
    • Anwendungsentwicklung 
    • Systemintegration 
    • Daten- und Prozessanalyse 
    • Digitale Vernetzung

ausgebildet werden. Alle Berufe gehören weiterhin zu einer Berufsgruppe bzw. Berufsfamilie. Die 18 Monate umfassende Ausbildung der Berufsbildpositionen, die in allen vier Ausbildungsordnungen vorgesehen sind (Kernqualifikationen), ist in zeitlich abnehmender Art bis zum Ende des dritten Ausbildungsjahres vorgesehen. In spiegelbildlich zunehmendem Maße kommen die Fachqualifikationen der jeweiligen Berufe bereits ab dem ersten Ausbildungsjahr hinzu. Die inhaltlichen Neuerungen im Einzelnen: 

Kaufleute für IT-System-Management 

Als klassische Branchenkaufleute sind sie die Fachkräfte für die Vermarktung und das Anbieten von IT-Dienstleistungen (Hardware/Software/Services). Darüber hinaus managen und administrieren sie IT-Systeme und Umgebungen. 

Kaufleute für Digitalisierungsmanagement 

Als branchenübergreifende Kaufleute sind sie Profis im Umgang mit Daten und Prozessen aus einer ökonomisch-betriebswirtschaftlichen Perspektive. Sie machen Informationen und Wissen verfügbar, um aus der zunehmenden Digitalisierung wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen; sie „managen“ die Digitalisierung von Geschäftsprozessen auf der operativen Ebene.

Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung „Digitale Vernetzung“ 

Informatiker dieser Fachrichtung arbeiten mit der Netzwerkinfrastruktur und den Schnittstellen zwischen Netzwerkkomponenten und cyber-physischen Systemen. Sie vernetzen und optimieren Systeme und Anwendungen auf IT-Ebene. Sie sichern Daten gegen unerlaubte Zugriffe und vermeiden/beheben Systemausfälle.

Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung „Daten- und Prozessanalyse“ 

Fachinformatiker dieser Fachrichtung entwickeln auf der Basis der Verfügbarkeit sowie Qualität und Quantität von Daten IT-technische Lösungen für zunehmend datengetriebene digitale Produktions- und Geschäftsprozesse. 

Mehr Informationen zu den novellierten IT-Berufen, darunter die Zeugniserläuterungen, finden Sie auch auf den Seiten des Bundesinstituts für Berufsbildung. Die Verkündigung im Bundesgesetzblatt wird für das Frühjahr 2020 erwartet.

(Quelle: ZVEI Pressemitteilung vom 18.12.2019)

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