Auszüge aus dem Landeskonzept: Leitlinien

Das Landeskonzept orientiert sich an folgenden Leitlinien:

  • Alle Schülerinnen und Schüler aller allgemeinbildenden Schulen erhalten eine bedarfsgerechte und genderreflektierende Berufs- und Studienorientierung mit der Möglichkeit, sich nach ihren Interessen und Fähigkeiten an schulischen sowie außerschulischen Lernorten zu erproben und Praxiserfahrungen zu sammeln. (Handlungsfelder 4.1, 4.2, 4.3)
  • Die Berufs- und Studienorientierung ist Teil der individuellen Förderung und damit Aufgabe aller allgemeinbildenden weiterführenden Schulen mit Blick auf erfolgreiche Abschlüsse und gelungene Anschlüsse. (Handlungsfelder 4.1, 4.5)
  • Die Berufs- und Studienorientierung ist ein bildungspolitischer Schwerpunkt und wird daher als ein übergreifendes Thema im neuen Rahmenlehrplan für die Primarstufe und die Sekundarstufe I verankert. Einen besonderen Bezug zur Berufs- und Studienorientierung hat das Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik. Vielfältige Lerngelegenheiten bieten sich auch in den Fächern Deutsch, Mathematik, Informatik, in den Fremdsprachen, im künstlerisch-ästhetischen Bereich sowie in den gesellschaftswissenschaftlichen und den naturwissenschaftlichen Fächern und auch im Kontext außerunterrichtlicher Berufsorientierungsprojekte. (Handlungsfeld 4.1)
  • Die Schulen erarbeiten ein individuelles, auf den jeweiligen Schulstandort zugeschnittenes Konzept der Berufs- und Studienorientierung mit klaren inhaltlichen Strukturen und Verantwortlichkeiten. Dabei werden unter Federführung der Koordinatorinnen und Koordinatoren der Studien- und Berufsorientierung die schulbetreuenden Beratungsfachkräfte der Bundesagentur für Arbeit sowie die zuständigen Lehrkräfte der beruflichen Schulen beteiligt und Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen sowie externe Partner mit einbezogen. Die jahrgangsspezifische Festlegung der berufs- und studienorientierenden Angebote erfolgt unter Berücksichtigung der Mindestangebote zur Berufs- und Studienorientierung des Landeskonzepts. Dabei sind Betriebspraktika unverzichtbarer Bestandteil der Berufs- und Studienorientierung. (Handlungsfelder 4.1, 4.6)
  • Alle Angebote entsprechen den Standards einer diskriminierungsfreien, im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention barrierefreien, genderreflektierenden und interkulturell orientierten Gestaltung der schulischen Angebote und tragen zum Abbau bestehender Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, der Religion oder von Behinderungen bei. (Handlungsfeld 4.1)
  • Die regelmäßige Berufs- und Studienorientierung sowie die Beratung der Schülerinnen und Schüler beziehen die Erziehungsberechtigten als Experten für ihre jeweiligen beruflichen Biografien mit ein. (Handlungsfeld 4.2)
  • Die Schulen arbeiten mit den Beratungsfachkräften der Agenturen für Arbeit, ggf. den Integrationsfachdiensten, Lehrkräften der beruflichen Schulen sowie Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen und mit externen Partnern zusammen. (Handlungsfeld 4.2)
  • Die Wirtschafts- und Sozialpartner sowie externe Partner sind aktive Partner der Schulen. (Handlungsfelder 4.2, 4.3)
  • Lehrkräfte aller Unterrichtsfächer und Jahrgangsstufen sollen in Bezug auf die Berufs- und Studienorientierung qualifiziert sein bzw. werden und über Gender- und interkulturelle Kompetenz verfügen sowie – durch einzelfallbezogene Beratung – behinderungsbezogene Aspekte beachten können. (Handlungsfeld 4.6)
  • Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren ihren individuellen Berufs- und Studienorientierungsprozess in einem als Nachweis geeigneten Dokument wie z. B. dem Berufswahlpass. Diese Dokumentation dient als Grundlage für die Beratung in der Jugendberufsagentur bzw. Studienberatung an den Universitäten. (Handlungsfeld 4.4)

Alle Schülerinnen und Schüler haben dementsprechend konkrete Vorstellungen zu folgenden Aussagen:

Das kann ich!

Das passt zu mir!

Diese Möglichkeiten habe ich!