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Metall- und Elektroberufe werden digital

Berufe sollen für die Anforderungen der Digitalisierung und von Industrie 4.0 fit gemacht werden.

Zum 1. August 2018 sollen die Metall- und Elektroberufe und der Beruf des Mechatronikers digital erneuert werden. Das hat der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) am 15. März 2018 beschlossen. Damit reagieren die Sozialpartner auf die sich stetig verändernden Berufsanforderungen: Um die industrielle Produktion zukunftsfest zu gestalten, sind qualifizierte Fachkräfte eine notwendige Voraussetzung. Die modernisierten Ausbildungen der M+E-Berufe enthalten drei wichtige Neuerungen.

1. Das Ausbildungsprogramm wird um die Themen „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ erweitert. Diese Inhalte vermitteln Unternehmen künftig in allen novellierten M+E-Berufen. Damit soll gleichzeitig eine Vorlage für die duale Ausbildung insgesamt entstehen: Denn erst wenn die Inhalte zur Digitalisierung als Standard für alle dualen Berufe fest aufgenommen worden sind, lassen sich die Berufe im Zuge der Digitalisierung zukunftsfest machen.

2. Neben den betrieblichen Ausbildungsinhalten sollen auch die schulischen Lerninhalte modernisiert werden, damit Betriebe und Berufsschulen im bewährten Zusammenspiel diejenigen Qualifikationen vermitteln können, die für die Anforderungen von Industrie-4.0-Prozessen wichtig sind.

3. Insgesamt sieben neue Zusatzqualifikationen zu Themen der Digitalisierung soll es als Optionen für Betriebe und ihre Auszubildenden geben. Dabei geht es zum Beispiel um digitale Vernetzung, Prozess- und Systemintegration, IT-Sicherheit oder um Additive Fertigungsverfahren (3-D-Druck).