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Karriere im Berufsfeld Steuerberatung

Das Berufsfeld ist attraktiver als viele Menschen auf den ersten Blick denken. Die Zukunftsperspektiven überzeugen.

Zahlreiche Studien, Theorien und Befragungen zeigen, dass Jugendliche bei der Berufswahlentscheidung von verschiedenen Personen beeinflusst werden. Neben Eltern und Freunden sind es vor allem Lehrkräfte und Berufsberater, die Schülerinnen und Schüler bei der Berufswahl um Rat fragen. Umso wichtiger ist es, dass sich diese Gruppe gut in verschiedenen Berufsfeldern auskennt. Selten wird zum Beispiel der Beruf des Steuerberaters als positiv wahrgenommen, obgleich dieses Berufsfeld eine lange Tradition besitzt und gute Entwicklungschancen bereithält. So lassen sich steuerberatende Tätigkeiten bis in das Altertum zurückverfolgen.

Wer sich aktuell für den Beruf des Steuerberaters entscheidet, kann sich über gute persönliche Zukunftsperspektiven freuen. Denn Unternehmen, Vereine oder Stiftungen und die meisten Privatpersonen sind gesetzlich verpflichtet, regelmäßig Finanzbehörden über ihre Steuern zu informieren. Die zunehmende Globalisierung lässt den Beratungsbedarf noch einmal wachsen. Zudem ist das Berufsbild gesetzlich geschützt. Das heißt: Es gibt Tätigkeiten, die nur Steuerberater anbieten dürfen. Sie reichen von der Betreuung von Mandanten bei steuerlichen Fragen bis zur Finanzbuchführung mit betriebswirtschaftlicher Auswertung. In Deutschland gibt es 85.000 Steuerberater, davon sind rund 70 Prozent selbstständig tätig.

Die Gesamtzahl der Auszubildenden im Steuerwesen nimmt zu. 2015 ließen sich 18.512 Jugendliche zu Steuerfachangestellten ausbilden. Der Beruf ist ein Karrieresprungbrett. Steuerfachangestellte mit ausreichender Berufserfahrung können sich zum Steuerfachwirt fortbilden. Eine weitere Perspektive ist die Erlangung eines Steuerberatungsexamens. Damit können Steuerberater eine eigene Kanzlei gründen und dort selbstständig Mandaten beraten. Drei Wege führen zu einem Steuerberatungsexamen. Die erste Möglichkeit ist der Abschluss eines wirtschafts- oder rechtswissenschaftlichen Hochschulstudiums oder eines Hochschulstudiums mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung und eine anschließende berufspraktische Tätigkeit im Steuerwesen. Mit einem abgeschlossenen Bachelor-Studium sind dafür drei Jahre Berufsausbildung notwendig, mit einem Master-Abschluss zwei Jahre. Die zweite Möglichkeit: Wer eine Ausbildung zum/r Steuerfachangestellten oder eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hat, muss zehn Jahre Berufspraxis im Steuerwesen vorweisen, bevor ein Examen abgelegt werden kann. Schließlich lässt sich das Steuerberaterexamen absolvieren, wenn man ausgebildete/r Steuerfachwirt/in oder geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in ist und mindestens sieben Jahre berufspraktische Betätigung hinter sich hat.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website:
www.rock-deine-zukunft.de